Zu meiner Person
Mein Handlungsansatz
Ich bin Systemische Beraterin und Therapeutin (SG-zertifiziert), Systemische Coach (SG), Systemische Supervisorin in Ausbildung und promoviert (Dr. sc. hum.) in der Sucht- und Versorgungsforschung zum Thema Mediensucht. Der systemische Ansatz gefällt mir, weil er uns Menschen als Teil von vielfältigen Beziehungen betrachtet. Das bedeutet, dass ein Symptom (wie eine problematische Mediennutzung) nicht allein ein Symptom der Einzelperson ist, sondern ein Symptom des gesamten umgebenden Systems. Daher geht es manchmal darum zu verstehen, inwiefern ein Symptom (trotz all seiner negativen Auswirkungen) "Sinn macht". Was braucht es entsprechend, um diesem eingefahrenen Mustern eine ebenso sinnvolle Alternative hinzuzufügen? Manchmal macht es Sinn, sich vergangene Lebsenserereignisse, die eigene Herkunftsfamilie mit ihren unausgesprochenen Regeln und Überzeugungen und die Systeme der Gegenwart, in denen man Verbindungen und Pflichten spürt, genauer anzuschauen. Welche Funktion könnte die problematische Mediennutzung darin übernehmen? Wobei "hilft" sie? Diese Kombination liegt mir sehr: einerseits eine klare Orientierung im gegenwärtigen Alltag mit konkreten Anlässen, an denen wir arbeiten können. Andererseits die Berücksichtigung der Zwischentöne und dahinterliegenden Geschichte(n), um zu verstehen, was aus bisher möglicherweise unsichtbar auf das "Heute" einwirkt. Was wir besser verstehen, können wir besser verändern.
Meine Überzeugung
Eine problematische Mediennutzung, sogar eine ausgeprägte Mediensucht, dient der Lebesbewältigung. Dies habe ich nicht nur in meiner Forschung zu Mediensuchtbiografien von Frauen als zentrales Muster gesehen, sondern auch in meinen zahlreichen Beratungen von Betroffenen und ihren Angehörigen. Wir sind erst dann selbstwirksame Gestaltende unseres Lebens und unserer Beziehungen, wenn wir es schaffen, uns selbst nahe zu kommen und wichtige innere Zusammenhänge zu verstehen.
Meine Motivation
Sie dabei zu unterstützen, ein tieferes Verständnis für Ihr Leben zu entwickeln, den beständigen Kern in sich und Ihren Beziehungen zu finden und diesen zunehmend auch im Außen zu verwirklichen. Dann können Sie sich sicher und verbunden, frei und in Entwicklung fühlen, auch wenn das Leben Sie ständig in Bewegung hält.
Mein Hintergrund
Systemische Qualifikation:
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Bis Dezember 2026: Weiterbildung zur Systemischen Supervisorin am Systemischen Institut Tübingen
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Zertifizierung als Systemische Beraterin und Therapeutin (SG) sowie als Systemischer Coach (SG) durch die Systemische Gesellschaft
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Weiterbildung zur Systemischen Therapeutin und zum Systemischen Coach am Systemischen Institut Tübingen
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Fortbildungen u.a. in systemischer Paarberatung, Motivational Interviewing nach Miller und Rollnick, Therapie und Behandlung von Tabakabhängigkeit, Biografiearbeit, transgenerationale Traumata, Depressionen/Suizidalität/Krisen, Organisationsentwicklung/Change Management, Karriere- und Teamcoaching, virtuelle Beratungskontexte u.v.m.
Qualifikation und Praxiserfahrung zum Thema Mediensucht:
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2023: Promoviert zum Dr. sc. hum. an der Medizinischen Fakultät der Eberhard Karls Universität Tübingen. Thema der Dissertation: Die problematische Internetnutzung bei Frauen aus biografischer Perspektive.
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Bis Mai 2025 Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Universitätsklinikum Tübingen:
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Forschungstätigkeit in der Forschungsgruppe Internetnutzungsstörungen an der Kinder- und Jugendpsychiatrie. Schwerpunkt: Entwicklung von digitalen Interventionen für Eltern und Jugendliche (ISES! Kids Onlinetraining | ISES! Onlinetraining | ISES! Coach | Breaking the Game | Veröffentlichung zu ambivalenten Versorgungsbedarfen von Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit Symptomen einer Onlinespielabhängigkeit)
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2013-2018: Sektion für Suchtmedizin und Suchtforschung, Allgemeine Psychiatrie und Psychotherapie
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Bis 2022: Webbasierte Mediensuchtberatung im Projekt OMPRIS (www.ompris.de) des LWL-Uniklinikums Bochum am Standort Süd (Psychosomatische Klinik Kloster Dießen/TU München). u.a. Veröffentlichung eines Mediensucht-Behandlungsmanuals.
Weitere berufliche Stationen (u.a.):
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Bis Dezember 2025: Dozentin an der DHBW Stuttgart/Fakultät Sozialwesen in der Sozialen Arbeit (Grundlagen zum Thema Sucht, Public Health, Behinderung und Changengleichheit, Biopsychosoziales Modell, Praxisreflexionsseminare).
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Bis Oktober 2024: Forschungstätigkeit zur Gestaltung von gesundem Arbeiten im Erwerbsalter am Institut für Arbeitsmedizin, Sozialmedizin und Versorgungsforschung. Schwerpunkt: Digitalisierung der Arbeitswelt und ihre Auswirkungen auf die Arbeitsgesundheit (Projektbeschreibung (pdf) | Podcast-Interview)
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Bis 2023: Wissenschaftliche Mitarbeit an der Professur für Spiritual Care/Klinikum rechts der Isar der TU München
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2020-2022: Mitwirkung beim Buch "Burnon: immer kurz vom Burnout" von Prof. Dr. Bert te Wildt und Dipl. Psych. Timo Schiele, als Mitarbeiterin an der Psychosomatischen Klinik Kloster Dießen GmbH
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Bis 2020: Personalentwicklerin/HR Qualitätsmanagerin beim Medizintechnikunternehmen Dürr Dental SE, Bietigheim-Bissingen
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Weitere Berufserfahrungen in der Erwachsenenbildung, PR und Öffentlichkeitsarbeit, Journalismus. Auslandserfahrungen in China und USA.
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Mitglied beim Fachverband Medienabhängigkeit e.V., Aktiv gegen Mediensucht e.V. Systemische Gesellschaft (SG), Deutsches Netzwerk für Versorgungsforschung (DNVF e.V.)
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Eigene biografische Erfahrungen im Bereich suchtkranke Familiensysteme und Selbsthilfe für Angehörige
Dies ist eine LGBTQ+-freundliche Praxis.
Themen
Mediensucht als Lebensbewältigungsstrategie
Biografiearbeit
Frauen und Mediensucht
Kinder aus suchtkranken Familien
Traumasensible Beratung und Therapie
Bedeutung der Herkunftsfamilie bei der Entstehung, Aufrechterhaltung und Bewältigung einer Mediensucht
Wortfetzen
"Wenn ich aufhör’, sind trotzdem diese Bilder da. Und da hab’ ich gedacht: Nee, ich will diese Bilder nicht haben."
Frau Linde,
"Lebensbewältigung im Spiegel der Internetnutzung"
"Und ich weiß noch, dass ich mich da irgendwie lebendig gefühlt hab‘. Ich hab’ irgendwas gespürt."
Frau Kraut,
"Lebensbewältigung im Spiegel der Internetnutzung"
"Woher kommt denn eigentlich der Mangel?"
Leslie Jamison,
"Die Klarheit"
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